Der internationale Pelzhandel ist riesig und wird für 2007 auf US$ 15 Mrd. geschätzt. In China und Russland expandieren die Pelzmärkte schnell und Hongkong ist dabei der größte Umschlagplatz.
Dem Fellhandel fallen jährlich geschätzt 40 Millionen Tiere zum Opfer. Die Mehrzahl davon von Farmen. Doch es werden noch immer Millionen Wildtiere wegen ihres Pelzes gefangen. Viele Arten werden für die Industrie benötigt. Dazu zählen Nerz, Fuchs, Chinchillas, Waschbärhunde und Haus- und Begleittiere.
Die Tatsachen sprechen den Behauptungen der Internationalen Fellhandelsföderation über die Umweltfreundlichkeit Hohn. Tiere, die ein großes Gebiet benötigen, werden gewöhnlich in kleine kahle Käfige gesperrt ohne Zugang zu den einfachsten Anregungen. Gewöhnlich einzeln lebende Tiere wie Nerz werden eng gedrängt gefangen gehalten. Schlachtmethoden sollen die wertvollen Pelze und nicht das betroffene Tier schützen und sind oft barbarisch, wenig reguliert und werden von ungeschulten Mitarbeitern durchgeführt. Es gibt Hinweise, dass viele Tiere in den Fellfarmen lebend gehäutet werden. Stereotypes Verhalten, Krankheiten und Kindestod sind häufig.
Viele Wildtiere werden noch mit Schlagfallen gefangen und so zu einem langen und qualvollen Tod verurteilt. Einige beißen ihre eigenen Gliedmaßen ab beim Versuch zu entkommen und Doppelfallen werden deswegen oft eingesetzt um dies zu verhindern. Das sind die Tatsachen in dieser Industrie. Da Fallen bei allen Tieren ansprechen, hat dies zur Folge, dass dadurch jedes Jahr viele nicht gewünschte Tiere und auch Menschen verletzt und getötet werden. Das widerspricht der Behauptung, dass keine gefährdeten Tierarten gefangen werden. In Kanada werden Seehundbabies en Masse mit einem Schlag mit dem Knüppel auf den Kopf oder durch einen Schuss aus der Entfernung getötet. Oft bedeutet dies einen langsamen Tod, Ertrinken oder noch lebend gehäutet zu werden. Regierungen wie in Kanada finanzieren solche Aktivitäten um sie am Leben zu erhalten obwohl sie nicht mehr profitabel sind.
Durch den Fellhandel sind mehrere Tierarten ausgestorben. So der Falklandinsel Wolf, der nordamerikanische Seenerz, die Rufous Gazelle und viele andere wurden stark dezimiert und so gefährdet. Zwar behauptet diese Industrie das Gegenteil, doch der Fellhandel führt mit zur Abnahme der Zahl der Tiere.
Der Pelzhandel fordert jedes Jahr auch brutal das Leben von Millionen von Hunden und Katzen. Deren Fell wird dann oft als „faux fur“ ausgegeben um internationale Regeln zu umgehen. Oft sind Import- und Auszeichnungsregeln völlig unzureichend um diesen Handel zu verhindern.
Die meisten Pelze stammen von Tieren, die speziell deswegen getötet wurden. Sie sind damit kein Nebenprodukt der Fleischindustrie. Pelz ist keineswegs umweltfreundlich wenn man den Energieaufwand zur Herstellung der Produkte, die Konsequenzen der Abfälle aus Pelzfarmen, die Chemikalien zur Haltbarmachung und Behandlung der Pelze und die grimmigen Umweltkonsequenzen für die nicht dort heimischen Tiere bedenkt, die aus den Farmen entkommen oder frei gelassen werden. Der Fellhandel ist eine Multi Milliarden Industrie und sehr weit weg von den Aktivitäten zum Unterhalt einiger eingeborener Völker.
Zusammen mit vielen anderen Tierschützern und Umweltschützern glaubt Animals Asia, dass die Pelzindustrie grausam ist, die Umwelt schädigt und unnötig ist. Wir bitten die Menschen dringend, keine Pelze oder Produkte mit Pelzzusätzen zu kaufen, woher sie auch stammen mögen..
Bitte hier klicken, um den ganzen Report zu lesen (englisch) - THE FACTS ABOUT FUR
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