Unterstützer empfangen Jill mit offenen Armen Oktober 2010
Im Oktober 2010 war es wieder soweit – nach zwei Jahren Pause war Jill wieder in Europa, um unsere Unterstützer zu treffen und ihnen von den umwälzenden Veränderungen zu berichten, die sich in den vergangenen Jahren Bahn gebrochen haben und heute ein völlig verändertes Bild vom Stand der Tierschutzfrage in China geben.
Luxemburg
Der erste Stopp unserer Reise durch Luxemburg, Österreich und die Schweiz führte uns zunächst nach Luxemburg, wo wir am 22. Oktober rund 200 unserer treuen und eingeschworenen Unterstützer im Centre Culturel in Céssange trafen, um das 10-jährige Jubiläum der „Aktion Hilfe für Bären in Not“ zu feiern.
Dabei hatten wir nicht das Gefühl, in einer fremden Stadt zu sein, nein, es war vielmehr als würden wir ein etwas groß geratenes Familienfest feiern. Wir waren umgeben von langjährigen Unterstützern, die unsere Arbeit seit vielen Jahren fördern und inzwischen 25 Bären „adoptiert“ und ein Bärenhaus für 12 Bären ermöglicht haben. Außerdem tragen die Luxemburger alle Kosten für ihre 25 Bären durch ihre Spenden freigekauften Bären.
Denise Kirchen hatte wieder ihr Bestes gegeben, unterstützt von vielen fleißigen Helfern, denen wir hier von ganzem Herzen Danke sagen möchten für diesen so liebevoll und perfekt organisierten Event! Neben einer Tombola mit vielen schönen Preisen hatten „unsere“ Luxemburger auch ein fantastisches Kuchenbuffet vorbereitet, dessen absolute Krönung die Geburtstagstorte anlässlich des 10-jährigen Jubiläums war. Selbstverständlich gab es auch ebenso viele strahlende Wunderkerzen und fiel es uns nicht schwer, gemeinsam mit Andreas Goldknecht, der extra nach Luxemburg gekommen war, um Denises Abend musikalisch zu untermalen, in ein Geburtstagslied einzustimmen.
Als Andreas dann den Song „Black Bird“ kurzerhand in „Black Bear“ umtaufte und vortrug, waren wir alle sehr gerührt, denn die Bilder aus Jills Präsentation waren noch sehr lebendig in uns allen und wir wussten, dass niemand in diesem Saal dem Schicksal unserer Mondbären gleichgültig gegenüberstand.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns auch bei Frau Mentgen-Wirtz bedanken, die uns in den vergangenen Jahren so treu und großzügig unterstütz hat und in deren Herz Animals Asia einen so besonderen Platz hat - vielen Dank, liebe Irene.
Vielleicht war es auch deshalb, dass unsere gerahmten und von Jill signierten Portraits der Luxemburger Bären sofort neue Besitzer – und da sind wir ganz sicher – einen besonderen Platz in ihrem Zuhause fanden.
Den krönenden Abschluss fand dieser Abend in der Überreichung eines Schecks von Rita Zuccha in Höhe von 2.000 Euro, eine Summe, die Rita während der letzten zwei Jahre unermüdlich gesammelt hatte, um sie speziell an diesem Abend Jill zu überreichen. Auch dafür herzlichen Dank. Und natürlich nochmals ein besonderes Dankeschön an Denise und alle Helfer und Helferinnen, die diesen ersten Abend unserer Reise zu schön und herzlich für uns vorbereitet hatten – und so perfekt! Insgesamt kamen an diesem Abend, inklusive der Spende von Frau Zuccha, fast 10.000 Euro Honiggeld zusammen – ein fantastisches Geschenk, über das sich nicht nur unsere Mondbären gefreut haben ;-)
Graz
Am nächsten Tag ging es weiter nach Graz – allerdings mit Hindernissen, denn der Nebel machte unsere Weiterreise ziemlich beschwerlich. Trotzdem kamen wir endlich am Abend des 23. Oktober früh genug in Graz an, um diese schöne Stadt zu bewundern und uns gleich sehr wohl zu fühlen.
Am 24. Oktober, Sonntag, ging es morgens um 10.00 Uhr gleich weiter. Wir fuhren in die Arche Noah, um dort Magister Stefan Moser zu treffen, der diesen Stopp unserer Reise wunderbar vorbereitet hatte. Auch Präsident Oster von der Arche Noah war anwesend und begrüßte uns sehr herzlich – und schon wieder fühlten wir uns ganz zuhause und nutzen sofort die Gelegenheit, um mit den Katzen und Hunden dort Zeit zu verbringen, die nicht nur die Vierbeiner sehr genossen, sondern auch wir Zweibeiner! Es gibt einfach (fast!) nichts Schöneres, als den dankbar blinzelnden Blick einer schnurrenden Katze oder den begeisternden Augenaufschlag eines Hundes, der weiß, dass er die volle Aufmerksamkeit hat.
Aber es gab noch mehr – das ORF Team von „tierzuliebe“ war gekommen, um einen Bericht über die Arche und den Besuch von Animals Asia bei der Arche zu drehen. Maggie Entenfellner, die wir zu letzt vor zwei Jahren mit dem „tierzuliebe“-Team in Gut Aiderbichl getroffen hatte, machte ein Interview mit Jill zu den aktuellen Entwicklungen unserer Arbeit und des Tierschutzgedankens in China, das demnächst in ORF 2 gesendet wird – sobald wir den Termin kennen, werden wir Sie natürlich sofort informieren!
Am Mittag trafen wir noch Christa Blümel von der Kronen Zeitung in Graz – eine „alte“ Freundin, die uns im Jahr 2005 in Chengdu besucht und bei der Ankunft von damals mehr als 40 Bären dabei war…
Am Nachmittag um 15.00 Uhr war es dann soweit – Jill hielt ihren Vortrag vor mehr als 100 Grazern, die sich diesen Sonntag für Animals Asia reserviert hatten. Auch hier trafen wir bekannt Gesichter und auch solche, die wir bislang nur dem Namen nach kannten. Die regen Fragen nach meinem Vortrag zeigten einmal mehr, wie wichtig es ist, dass wir unsere Unterstützer auch persönlich treffen und im Dialog mit ihnen bleiben.
Und auch hier gab es natürlich wieder ein besonderes Highlight – die Mädchen von „Team Tierherz“, die extra vegane Muffins gebacken und zum Verkauf angeboten hatten. An Ende meines Vortrages überreichten sie mir dann noch einen Scheck über 600 Euro, zusammen mit einem wunderschönen, selbstgemalten Bärenbild! Was für ein Tag! Wir alle waren ganz begeistert von Graz, dieser wunderschönen Stadt, und unseren Freunden in Österreich, die so unkompliziert und herzlich diesen Sonntag zu einem ganz besonderen Tag für uns alle gemacht haben, vielen herzlichen Dank dafür an Stefan Moser und Präsident Oster von der Arche Noah in Graz!
Zürich
Der nächste Tag war ein Montag und bereits um 6.00 Uhr in der Früh saßen wir im Grazer Flughafen und hofften, dass uns dieses Mal der Nebel keinen Strich durch die Rechnung machen würde. Aber unsere Sorge war ganz umsonst, und so kamen wir am Nachmittag ein bisschen müde, aber wohlbehalten in Zürich an.
Am Abend trafen wir dann unsere langjährige Freundin Katharina Büttiker, die auch zugleich im Vorstand der Schweizer Tierschutzorganisation Animal Trust ist und uns bereits im vergangenen Jahr die Gelegenheit gab, im Rahmen der Jahresveranstaltung von Animal Trust über unsere Arbeit zu reden.
In diesem Jahr sind wir dem Animal Trust und natürlich Katharina Büttiker mehr als dankbar für die erneute Gelegenheit, Animals Asia und unsere Bärenrettung in Asien der Schweizer Öffentlichkeit zu präsentieren und um Unterstützung zu werben – was der Animal Trust hier für uns geleistet hat, ist wirklich außerordentlich und können uns nur ganz herzlich für diese fantastische Veranstaltung bedanken. Liebe Katharina, du hast uns nicht nur bei unseren Medienkontakten sehr erfolgreich unterstützt und uns mit vielen interessierten Menschen zusammengebracht, du hast auch einen ganz außerordentlichen Event mit Bravour und Eleganz ermöglicht – was für ein Abend! und er begann mit einer überraschenden Grußbotschaft, die uns von einer der bekanntesten Pianistinnen, die zugleich eine ganz außergewöhnliche Frau ist, geschicht wurde - Hélène Grimaud! Wir alle waren sehr beeindruckt von dem, was sie über Animals Asia und unsere Arbeit zu sagen hatte... bitte achten Sie auf unsere Homepage, denn wir werden dieses Video demnächst online stellen, damit auch Sie Hélènes Botschaft hören können.
Aber zunächst trafen wir bei einer Einladung von Frau Hortense Anda-Bührle - bei der wir uns sehr herzlich bedanken! - , Herrn Dr. Thomas Wagner, den Präsidenten der Schweizerisch-Chinesischen Gesellschaft und ehemaligen Bürgermeister von Zürich sowie Herrn Liang Jianquan, den Generalkonsul der VR China in Zürich. Zürich ist ja die Partnerstadt von Kunming in der Provinz Yunnan, in der es leider noch immer Bärenfarmen gibt. Aber, vielleicht haben wir ja nun eine neue Gelegenheit, Kunming dafür zu begeistern, es den 21 bärenfreien Provinzen gleichzutun und sich ihnen anzuschließen – das wäre ganz wunderbar! Außerdem trafen wir Professor Felix Althaus, Dekan der Vetsuisse-Fakultät und Professor Hans Lutz, Prodekan der Vetsuisse-Fakultät, die beide großes Interesse an der Arbeit von Animals Asia und der Entwicklung des Tierschutzes in China zeigten.
Am Abend um 19.00 Uhr waren wir dann alle im Restaurant Metropol – sehr aufgeregt und auch nervös, denn dies war eigentlich unser allererster Vortrag in der Schweiz und mehr als 200 Personen war Katharinas Einladung gefolgt und warteten gespannt und voller Neugier auf meinen Vortrag… ich war sehr beeindruckt und auch ein bisschen nervös, als ich die Bühne sah und die vielen Menschen im Saal!
Nach Katharinas Begrüßung folgte eine kurze und sehr engagierte Rede von Doris Fiala, Unternehmerin und Nationalrätin der Schweizer Bundesversammlung, die sich – natürlich – mit dem Thema Tierschutz befasste. Dann kündigte Monika Fassnacht, in der Schweiz DIE bekannte TV-Moderatorin und Jass-Expertin! – unseren neuesten Film „Moon Bear Rescue – A Decade On“ an und von da ab ging es Schlag auf Schlag. Auf den Film folgte mein Vortrag, dann Fragen aus den Reihen der Gäste.
Und dazwischen moderierte Monika Fassnacht, die es nicht müde wurde, unsere Schweizer Gäste um Hilfe für unsere Arbeit und die Mondbären zu bitten - liebe Monika, Sie haben uns damit ganz fantastisch und auf sehr charmant Weise geholfen, bärigen Dank dafür!
Um es kurz zu machen – die Veranstaltung in der Schweiz war das absolute Highlight unserer Roadshow durch Luxemburg, Österreich und die Schweiz. Denn die Schweizer machten ihrem Ruf, großzügig und offen für Hilfe zu sein, alle Ehre. Allein in Zürich waren 16 Menschen bereit, die Kosten für die Befreiung eines Bären zu übernehmen. Insgesamt spendeten die Züricher – bislang! -150.000 Euro für die Befreiung der Mondbären… was für ein überwältigendes Ergebnis! Das höchste Spendenergebnis, das wir jemals bei einer Veranstaltung von Animals Asia erzielt haben.
Und so möchte ich meinen Bericht über diese Roadshow beschließen mit einem riesengroßen, aus tiefstem Herzen kommenden Dankeschön an alle unsere Freunde und Unterstützer – die „kleinen“ ebenso wie die „großen“ – für ihre außergewöhnliche Hilfsbereitschaft und ihnen allen versichern, wie wichtig ihre Hilfe für unsere Arbeit ist und welchen Unterschied sie damit für die Tiere in Asien ermöglichen. Nur so können wir vor Ort helfen und nur so sind die Veränderungen möglich, auf die wir heute – ein Jahrzehnt weiter – voller Stolz zurückblicken dürften. Danke!
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